Sprachkompetenz bringt Europas Jugend weiter!

Im Mühl-fun-viertel lag der Fokus von 30.06.-08.07.22 ganz auf der Vielfalt der Sprachen Europas. Die Sprache ist eine der Grundlagen von Kultur und Identität. Die Kenntnis mehrerer Sprachen verschafft den Menschen einen Vorteil in der Bildung und auf dem Arbeitsmarkt.

53 Jugendliche aus Rumänien, Griechenland, der Türkei, Italien, Nord-Mazedonien, Albanien und Österreich haben gemeinsam mit österreichischen TeilnehmerInnen neun Tage lang an diesem Thema gearbeitet. Unterstützt und ermöglicht wurde dieses Projekt von dem EU-Programm „Erasmus+“.

Das Projekt förderte das Bewusstsein junger Menschen für das Erlernen einer Fremdsprache. Die Teilnehmer erkannten, dass das Erlernen einer Fremdsprache nicht so schwierig ist, wie sie denken.

Geleitet wurde die Woche von langjährig erfahrenen TrainerInnen: „Jede Sprache hat ihre eigene Kultur und ihr eigenes Leben. Dank unseres Projekts werden wir nicht nur verstehen, wie wichtig es ist, eine Fremdsprache zu beherrschen, sondern auch, wie wichtig das Sprechen einer Fremdsprache für den Selbstausdruck ist“, betont Martin Kraschowetz, der Geschäftsführer des Mühl-fun-viertels.

In der Gruppe geht vieles leichter und so verbrachten die Jugendlichen viel Zeit im Böhmerwald, um sich als Gruppe und Team mit gruppendynamischen Übungen in der Natur zu stärken, sowie auch empathisch in die Situation anderssprachiger Menschen hineinzuversetzen. Vor allem für die teilnehmenden österreichischen Jugendlichen war dies eine wichtige Lebenserfahrung.

„Betrachtet man die Veränderungen der sprachlichen Anforderungen an MigrantInnen in Österreich, so lässt sich eine Tendenz erkennen, dass deren eigene Sprachen oft als hinderlich angesehen werden und nur Deutsch im Fokus steht. Es ist aber auch notwendig, ihre vielfältigen und mehrsprachigen Identitäten zu akzeptieren und wertzuschätzen. Sie sind eine Ressource die unsere Gesellschaft als Ganzes für eine internationale Zukunft weiterbringt“, betont Kraschowetz weiter.

Mit nach Hause nehmen die Jugendlichen nun ein besseres Verständnis für Menschen, die andere Sprachen sprechen und die eigene Motivation, selber mehr Sprachen sprechen zu wollen. Für eine gemeinsame, friedliche europäische Zukunft.